Katze TINA

 

Ich heiße TINA - bin eine getigerte Haus-Katze - und wohne seit dem 20. April  2007 bei SUSANNE und HORST.

Was auf der Webseite eines Tierschutzvereins über mich geschrieben stand, könnt Ihr hier nachlesen. Dann schrieben die auch noch in der Vereinszeitung über mich:

W U N D E R   . . .  g e s c h e h e n

Nach langer schwerer Krankheit mit zahlreichen Krankenhausaufenthalten verstarb das Frauchen der 14 Jahre alten TINA. Eine Welt brach für die Katze zusammen, als sie plötzlich aus ihrem ruhigen Zuhause gerissen wurde und in eine fremde Umgebung einzog. Alles war anders: Spielende Kinder, bellende Hunde, fremde Katzen und Baulärm durch Renovierungsarbeiten im Haus. Wochenlang kam TINA in der Pflegestelle nur nachts aus ihrem Versteck. Wie sollten wir für die verängstigte TINA in diesem Zustand ein endgültiges Zuhause finden?

Doch dann das Wunder: Unser Mitglied Susanne Hahn erfuhr von dem traurigen Schicksal der Katze und nahm TINA auf. Bei dieser Samtpfotenspezialistin und in ruhiger Umgebung wird TINA sich bestimmt von ihrem Trauma erholen!

Und jetzt rede nur noch ich, die "TINA" über mich und nicht mehr die anderen:

Das ist alles richtig, was die geschrieben haben, mein Alter weiß ich selbst nicht so genau - aber unglücklich war ich nur, weil ich nicht die Schmusekatze bin, mit der die lieben Kinderchen spielen können - also wurde ich in der Pflegestelle einfach in den Heizungskeller abgeschoben - und das bei dem Bau-Lärm - da fällt mir nur das Wort "Katzenquäler" ein!!!

Bei Susanne und Horst (der ist übrigens auch Mitglied und hat mich genauso lieb) ist vieles anders. Da brauche ich mich nicht verstecken, da habe ich ein "Katzenzimmer" für mich ganz alleine und Susanne und Horst kommen alle paar Minuten vorbei und schauen nach mir. Sie haben mir auch viel von den vier Katzen im Haus erzählt, die ich bald kennen lernen sollte.

Nach 14 Tagen war es soweit. Plötzlich war die Balkontür offen und schwupp, war ich auch schon draußen, saß auf einem Brett und konnte den ganzen Garten sehen - und riechen - ach ist das schööööööön. Das ist etwas ganz Neues für mich, ich war noch nie an der frischen Luft und die Sonne - richtig warm wurde mir unter dem Fell. Da kamen dann auch immer die anderen Katzen vorbei und verschwanden wieder. Ich also hinterher und plötzlich war ich im "Katzengarten". Da bin ich jetzt den ganzen Tag und verstecke mich noch manchmal auf einem Brett in einem Busch. Naja, aber nur solange die Menschen zusehen. Wenn ich die nicht sehe, habe ich schon alles inspiziert und auch schon alle meine "Geschwister" kennen gelernt. Die fauche ich noch manchmal an, aber die wollen gar nichts von mir, ich glaube, die haben mich schon akzeptiert.

Abends, wenn dann die Menschen schlafen, habe ich schon das ganze große Haus in Augenschein genommen und bin eigentlich ganz zufrieden mit meinem neuen Zuhause, nur mein "Frauchen", das fehlt mir doch so sehr und das zeige ich auch allen, egal - ob die das wissen wollen.

Übrigens, wenn es nach mir ginge, dann sollten die den Link zur Seite dem Verein da oben rausnehmen - an die Zeit möchte ich nie wieder erinnert werden

--- im Heizungskeller eingesperrt wie eine Aussätzige ---

und das bei dem Baulärm bei "so genannten Tierschützern", die sollte man auch mal so einsperren, dann merken die vielleicht, was Katzenquälerei ist.

Ich jedenfalls hätte diese Qualen nicht mehr lange ausgehalten - ehrlich!!! Und das Bild aus dem Heizungskeller haben die auch schon wieder in der Vereinszeitung abgedruckt. Habe ich eigentlich nichts zu sagen? Dabei gibt es schon viel schönere Bilder von mir.

Nach 4 Wochen in der neuen Wohnung nahm ich schon all' meinen Mut zusammen und ging morgens und abends zu Susanne und erzählte ihr, was ich so am Tage alles Neues gesehen habe. Susanne meinte, ich sei eine richtige "Quatschtüte".

"Ob das wohl was Schlimmes ist?"

Ich habe früher meinem Frauchen doch auch alles erzählt, die hat nie so etwas gesagt.

Es waren herrliche 6 Wochen im Garten, jeden Tag war ich von morgens bis abends draußen.

Doch dann wurde das Wetter schlechter und ich habe noch schlechter gegessen. Susanne und Horst hatten Angst, dass es ein Nierenversagen wie bei Mauzi und Benny sein könnte, aber meine Nieren waren halbwegs in Ordnung, aber die Leber war Schuld an meiner schlechten Verfassung, der Bluttest vom 22. Juni 2007 war niederschmetternd.

Als Horst dann wieder mal mit mir zur Tierärztin fuhr, wusste ich, dass es meine letzte Fahrt sein würde, und ich muss es ganz offen sagen, ich habe herzzerreißend gejammert. HORST fragte mich immer wieder, ob wir es noch weiter versuchen wollen, aber die Tierärztin hat uns beiden die Entscheidung abgenommen. Sie sage:

"Schade, dass es bei Katzen keine Lebertransplantation gibt."

Seit dem 26. Juni 2007 ruhe ich mich im Garten neben MAUZI, BENNY, RÖSCHEN, FRAU MUCKELMANN und MULLE aus (die ich übrigens alle erst hier im Garten kennen gelernt habe) und hörte HORST wie bei allen Katzen sagen, auch TINA ist nicht tot, sie ist wie alle anderen Katzen auch nur aus der Wohnung in den geliebten Garten umgezogen und in unserem Herzen leben sie alle weiter.

SUSANNE besucht uns übrigens fast täglich, und HORST auch, wenn er nicht gerade zur Arbeit ist und auswärts übernachtet, was viel zu häufig geschieht.

   Das war's, tschüß !!!

Eure TINA

Muss mich aus dem Katzengarten nochmals melden:

Habe soeben erfahren, dass SUSANNE und HORST wegen meiner Äußerungen aus dem Verein ausgeschlossen werden sollen - nur weil ich mich in meiner Verärgerung damals zu den obigen Äußerungen habe hinreißen lassen. Habe den beiden nahegelegt, endlich den Namen des Vereins nicht mehr zu nennen und aus meinem Text da oben zu streichen und - ich habe sie gebeten - aus dem Verein auszutreten!

Weiterhin viel Spaß auf unseren Webseiten - 17.05.2009 - © rooster

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