Katze FRAU MUCKELMANN

Meine besonderen Kennzeichen: links HF00 - rechts TQ47

Hallo, hier bin ICH, eine ganz normale, unscheinbare schwarze Katze - ohne auch nur ein weißes Haar am Körper. Ich hatte noch nicht einmal einen Namen, eigentlich brauchte ich auch keinen, ich habe immer nur ICH zu mir gesagt - und das reichte mir eigentlich.

Geboren wurde ich, soweit ich mich erinnere, im Sommer 1998 irgendwo in Löhne.

Im Frühjahr 1999 hat mich dann ein ziemlich netter - schwarz-weißer - Straßenkater aus der Nachbarschaft nach einer kurzen Romanze gedeckt und plötzlich stand ich mit zwei kleinen Töchtern da, eine war getigert und die andere schwarz wie ich, jedoch hatte sie weiße Füße, ich würde sagen, beide waren allerliebst - die hübschesten Kinder der Katzenwelt - es waren ja meine Töchter.

Als sie etwas größer waren, streunten wir so durch Löhne-Ostscheid und kamen dabei im Herbst 1999 auch durch die Alte Werster Strasse.

SUSANNE hatte uns sofort erspäht und schon stand für uns drei Futter auf dem Hof.

Hallo, habe ich gedacht, das sind bestimmt Tierfreunde!

Da wir ja sonst gerade nichts vorhatten, sind wir einfach erst einmal dort auf dem Hof geblieben und haben die Lage getestet - und tatsächlich, auch am nächsten Tag stand wieder Futter da, und so ging das dann Tag für Tag.

Also habe ich mir gedacht, das könnten die richtigen ELTERN für meine Kinder werden - als Mutter macht man sich ja so seine Gedanken über die Zukunft seiner Kinder.

Wir haben dann auch die übrige Nachbarschaft ausgekundschaftet und dabei noch weitere Tierfreunde entdeckt, die schon 5 Katzen hatten.

ICH wollte zwar, dass beide Töchter bei HAHN's bleiben, ich hatte nämlich durchs Fenster gesehen, die hatten nur erst 3 Katzen, aber meine getigerte Tochter wollte lieber bei den Nachbarn bleiben. Na gut, habe ich zu mir gesagt, soll sie selbst entscheiden.

Meine getigerte Tochter zog am 11. November 1999 als sechste Katze bei Familie HEITZ in der Werster Str. 177 ein - ich habe sie dann nur noch durch das Terrassen-Fenster gesehen - dabei habe ich gehört, dass sie sie jetzt LILLY rufen.

Meine schwarze Tochter hat am 15. November 1999 die Wohnung von SUSANNE und HORST inspiziert und kam auch nicht mehr wieder - wie ich hörte, nannten sie sie jetzt BINE.

ICH stand also plötzlich wieder ganz alleine da - das Leben musste ja weitergehen - und das Leben ging weiter - jeden Tag stand pünktlich das Futter auf dem Hof und als es kälter wurde, hatte mir HORST aus Sperrholz ein mit Styropor und Wolldecken ausgekleidetes Winterquartier gebaut.

Auch Futter und Wasser gab es täglich und meine beiden Töchter habe ich immer wieder durch die Terrassentür kontrolliert, ihnen zugewinkt und gesehen, dass es ihnen "blendend" geht.

SUSANNE hat dann immer wieder versucht, auch mich ins Haus zu locken. Aber da habe ICH ihr zu verstehen gegeben, ich war meine Freiheit gewohnt und die wollte ich auch behalten. Silvester, ok, bei der Knallerei war ich allerdings froh, im Haus zu sein, aber danach - ICH wollte wieder hinaus - ich hatte auch nichts dagegen, dass sie mich MUCKELMANN riefen, warum eigentlich MUCKELMANN, ich war doch eine Dame, aber das schienen die nicht zu merken.

Dann bauten Sie ein Katzengehege von mehr als 50 m² hinter dem Haus im Garten und als das fertig war, haben sie mich am 10. April 2000 eingefangen. Dabei stellten sie endlich fest, dass ICH eine Dame bin - also nannten sie mich ab sofort FRAU MUCKELMANN - na ja, auch gut.

ICH habe dann eine Woche überlegt, soll ich bleiben oder soll ich wieder gehen. Am 17. April 2000 stand der Entschluss fest, ich bin einfach über den 2,40 m hohen Zaun gesprungen, die hatten damals nämlich noch kein Katzennetz über das Außengehege gespannt. Dabei hätte ich Katze Nr. 5 im Hause werden können.

Eine Woche habe ICH mich erst einmal nicht sehen lassen, habe aber SUSANNE jeden Tag rufen hören. Also bin ich einfach wiedergekommen und die schienen tatsächlich begriffen zu haben, ich liebte meine Freiheit - sie haben nie wieder den Versuch unternommen, mich einzufangen.

Dann wurde ICH auch schon wieder schwanger und konnte SUSANNE und HORST am 03. Juni 2000  überglücklich meine neue Kinderstube vorgestellt, alle drei Babys - es waren zwei Jungen und ein Mädchen - waren mindestens genauso hübsch wie meine letzten Babys. Sie waren "natürlich" alle schwarz - und hatten alle wieder wunderschöne weiße Pfoten - genauso wie BINE, zu der SUSANNE immer sagte, sie sei besonders hübsch.

Der vorwitzigere meiner Söhne hat sich dann immer vorgedrängt, wenn SUSANNE und HORST erschienen und - ich hatte es gehofft - schon war er adoptiert - sie konnten "seinem Wunsch" einfach nicht widerstehen.

Ich war jetzt eine Sorge los und konnte jetzt etwas freier herumstreunen, ich hatte ja nur noch zwei Babys zu versorgen und dabei hat's mich dann erwischt, ich habe mich schwer am linken Bein verletzt.

SUSANNE und HORST haben dies am 11. Juli 2000 bemerkten. Der Tierarzt meinte, die Verletzung sei durch eine Falle verursacht.

Das Team der Tierklinik in Quernheim hat das aber wieder hin bekommt.

Am 16. Juli 2000 gingen meine beiden übrig gebliebenen Babys in die Katzenvermittlung zu Monika Schermer in Extertal, einer ehrenamtlichen Helferin des Tierschutz-verein Franziskushof in Kalletal und wurden von dort an Katzenfreunde vermittelt. Wie HORST mir sagte, haben sie ein wunderschönes "katzengerechtes" Zuhause bei "supernetten" Menschen gefunden - Monika hat das ganz in meinem Sinne arrangiert.

Am 20. Juli 2000 hatte ich dann meine große Operation und wurde kastriert. Ich erholte sich anschließend im Gästezimmer bei SUSANNE und HORST von meiner OP. Den Platz im Nachtschrank (Bild oben) habe ich mir selbst ausgesucht. Die Decken, Katzenkörbe oder auch das Gästebett, das SUSANNE mir anbot, waren mir "natürlich" nicht gut genug.

Zwischenzeitlich lebte ich weiter am Haus von SUSANNE + HORST und holte sich jeden Tag meine Streicheleinheiten und das bereitgestellte Futter - falls dies der Igel nicht schon vertilgt hatte.

In der Nacht zum 22. Oktober 2001 habe ich dann das erste Mal in meinem Leben nicht richtig aufgepasst. Ich laufe also so über die "Werster Strasse" und schon war es passiert - eigentlich wusste ich doch, dass die Autos dort nachts immer so rasen - HORST fand mich morgens tot am Straßenrand.

ICH wurde noch nicht einmal 4 Jahre alt und höre heute SUSANNE und HORST immer noch sagen:

"MUCKELMANN, wir vermissen Dich !"

Jetzt hole ich mir die Streicheleinheiten, die ich sonst immer von SUSANNE auf dem Hof bekam, im KATZENHIMMEL ab - na ja, Gott sei Dank, weiß ich auch meine Söhne und Töchter in guten Händen.

   Das war's, tschüß !!!

Eure FRAU MUCKELMANN

Weiterhin viel Spaß auf unseren Webseiten - 02.07.2007 - © rooster

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