Kater MAUZI

Ich

war

10 Jahre

lang

der

"Kater Nr.1"

 im Hause

HAHN.

Am 5. Dezember 1993 weckte ich SUSANNE und HORST - die Gott sei Dank bei offenem Fenster schlafen - morgens gegen 5:00 Uhr durch mein jämmerliches Mauzen. Noch lauter hätte ich wirklich nicht schreien können, ich muss sagen, es ging mir wirklich sehr sehr schlecht - also, nicht umsonst habe ich so einen Lärm gemacht.

SUSANNE ist gleich aus dem Bett gesprungen und barfuss auf die Terrasse gelaufen - bei der Jahreszeit rechne ich ihr das hoch an, denn ansonsten ist sie eine echte "Frostbeule". Dort sah sie mich sitzen, aber als sie sich näherte, habe ich mich erst einmal versteckt. Sie hat mich dann so lange gesucht, bis sie zur Arbeit musste - und mich meinem Schicksal überlassen!

Abends ist sie dann aber auf allen Vieren (sah aus wie eine Katze) auf dem Hof herumgekrochen, weil ich mich unter dem Auto versteckt hatte. Als es ihr dann zu kalt wurde, hat sie doch freundlicherweise für mich die Haustür offen gelassen - nach reiflicher Überlegung habe ich das Angebot angenommen und bin ins warme Haus geschlüpft.

Ich wurde sehr freundlich empfangen, da die beiden bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Katze gehabt haben, wurden erst alle möglichen Leute befragt, was ich wohl essen und trinken möchte. Na ja, bis auf das Katzenklo, das war die ersten Tage nur eine Tomatenkiste mit richtigem Sand darin, aber ansonsten ging es.

Da ich sehr krank war, wurde ich in den nächsten Wochen aufgepäppelt. SUSANNE rannte ständig mit einer warmen Kuscheldecke hinter mir her, damit ich mich nur nicht auf die kalten Fliesen legte.

Geboren bin ich nach Ansicht des Tierarztes etwa im Mai 1993 und getauft wurde ich MAUZI, weil ich während meiner Krankheit immer gemaunzt habe.

Von dem Tag meines Einzuges an änderte SUSANNE ihre Gewohnheiten. Sie kam ab sofort mittags nach Hause, damit mir der Tag nicht zu lang wird. Sie hat das bis heute beibehalten, denn verspätet sie sich einmal, bin ich "eingeschnappt". Dann ist sie traurig, weil ich sie "ignoriere".

Irgendwann verzeihe ich ihr, denn sie gibt sich wirklich große Mühe, immer pünktlich zu sein und ich sollte vielleicht nicht so nachtragend sein.

Obwohl ich erst wenige Tage hier wohnte, fuhren die beiden noch im Dezember - ohne mich - in Urlaub. Mit einem Ding, das sie Flugzeug nannten. Man wollte mir weismachen, das dieses Unternehmen schon lange geplant war.

STEFFI - SUSANNE's Schwester - betreute mich in dieser "endlos" langen Woche.

Um zu demonstrieren, dass ich zu diesem Urlaub nicht gefragt wurde, habe ich natürlich erst einmal mitten ins Bad ein Häufchen gemacht. STEFFI war die Leidtragende - sie hat mich dann auch gleich am Telefon wieder verpetzt.

Jetzt werden Reisepläne - egal ob einen Tag oder eine Woche - vorher mit mir besprochen. Da die Versorgung auch dann, dank STEFFI oder MICHAELA - die andere Schwester - gesichert ist, willige ich auch immer ein. Denn die beiden sind sehr nett, man merkt, dass sie irgendwie zu SUSANNE gehören.

Nach ein paar Monaten ließ man mir ab und zu die Terrassentür offen und fragte an, ob ich in den Garten möchte. Natürlich wollte ich nicht, waren doch meine Erinnerungen an draußen sehr schlecht und außerdem fragte ich mich, ob man mich dann auch wieder reinlassen würde?

Nachdem ich jetzt schon über viele Jahre hier lebe, habe ich eingesehen, dass meine damalige Sorge unbegründet war.

Denn seit den Anfangsschwierigkeiten gehe ich liebend gern in den Garten, aber wenn es dämmert muss ich rein - immer dann, wenn es am schönsten wird.

Ab und zu gehe ich im Sommer spätabends noch auf Tour, was für SUSANNE und HORST eine durchwachte Nacht bedeutet, damit sie mich wieder reinlassen können.

Da eine viel befahrene Straße in der Nähe ist, lassen meine ELTERN keine Ausnahme zu.

Nachdem BENNY (links) ins Haus kam - man redete mir ein, es sei mein BRUDER - kann ich keinen unbeaufsichtigten Schritt mehr tun, lästig - lästig - aber er rennt ständig neben mir her und schreit so laut, dass mir die Ohren weh tun.

Im Laufe der Jahre ist unsere Katzenfamilie immer größer geworden. Ich ziere mich bei jedem Neuzugang ganz gewaltig, um zu demonstrieren, wer ich bin und bleiben möchte. Aber ich glaube, daran lassen SUSANNE und HORST auch niemanden rütteln, denn sie rufen immer durch Haus

"Wo ist denn MAUZI, unser allergrößter Schatz!"

Manchmal trauere ich deswegen den ersten Jahren hinterher, als ich hier im Haus der einzige Kater war.

Ich möchte noch erwähnen, dass ich ab und zu (mindestens sechzehn) epileptische Anfälle bekomme, zuletzt einen im August 2003. Aus diesem Grund soll ich jeden Tag eine Tablette nehmen, die mir unters Essen gemischt wird - meist finde ich sie aber und sortiere sie fein säuberlich wieder aus. Findet SUSANNE dies kleine weiße Teilchen neben dem Futter, lässt sie jedes Mal eine Strafpredigt los und will mir weismachen, das sei zu meinem Besten - als ob ich das nicht viel besser beurteilen kann.

SUSANNE und HORST würden sich bestimmt freuen, mit anderen Katzenbesitzern, die ähnliche Probleme haben, Gedanken auszutauschen, z.B. über die wiederkehrenden Zeitpunkte und über medikamentöse oder alternative Behandlungen. Etwas erschreckt sind sie über die Zunahme der Anfälle in der letzten Zeit (oder haben die beiden diese früher nur nicht bemerkt?).

        27.04.00 15.04.01 24.04.02 13.04.03
            22.07.02 21.06.03
16.10.96   15.10.98    

27.09.01

30.09.02 27.08.03
29.12.96   31.12.98 26.12.99 16.12.00 22.11.01    

Am 23. August 2003 fühlte ich mich nicht wohl und habe nichts mehr gegessen. SUSANNE ist dann gleich mit mir zur Tierärztin gefahren, die mir Blut abgenommen hat. Sie war aufgrund der Symptome sehr besorgt und äußerte auch große Bedenken, dass evtl. ein epileptischer Anfall wegen der Aufregung folgen könnte. Dies hat sich dann auch bewahrheitet. Das Ergebnis des Bluttests war niederschmetternd - akutes Nierenversagen. Da ich stark leiden musste, kam die Tierärztin am 27. August 2003 zu uns nach Hause.

Wie immer in den vergangenen 10 Jahren sind  SUSANNE und HORST für mich da gewesen und haben mir bei unserem Abschied beigestanden. Susanne hat mich im Arm gehalten und mir zugeflüstert, wie lieb sie mich haben.

Jetzt ruhe ich mich Garten neben RÖSCHEN und FRAU MUCKELMANN aus und hörte HORST sagen, MAUZI ist nicht tot, er ist nur aus der Wohnung in den Garten umgezogen.

   Das war's, tschüß !!!

Euer MAUZI

Weiterhin viel Spaß auf unseren Webseiten - 02.07.2007 - © rooster

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