Kater BENNY

Hallo, ich bin BENNY, ein schwarzer Kater mit einer weißen Blesse und vier weißen Pfoten. Den Namen bekam ich bereits unmittelbar nach meiner Geburt am 12. Mai 1997 bei SABINE KOHRT, einer ehrenamtlichen Helferin des örtlichen Tierschutzvereins.

Rechts am Bildrand seht Ihr mich noch in der Pflegestelle, das einzige Bild damals mit meiner Mutter und meinen Geschwistern.

Wie ich zu SUSANNE und HORST - meinen jetzigen ELTERN  kam - ist kurz geschildert:

Zu Weihnachten 1997 hat SUSANNE in ihrem Wollgeschäft - dem WOLLNEST in Bünde - im privaten Kreis und durch eine eigene Spende zu Gunsten des Tierschutz 1.000 DM gesammelt. Dies übergab sie am 31. Januar 1998 an den Tierschutzverein Herford e.V.  und lernte dabei mich, den PROBLEMFALL BENNY, kennen.

Ich war gerade erst in meinem Pappkarton aus einer Tierklinik eingetroffen. Dort war ich 4 Wochen lang wegen meines ständigen Durchfalls gewesen. Es war ein Alptraum, den ganzen Tag in einer Box, und die Menschen kamen nur, um mir diese scheußlichen Tabletten zu verabreichen, oder um mich mit den Spritzen zu pieksen.

Ich versteckte mich also tief unten im Pappkarton, um von keinem Menschen gesehen zu werden.

Aber ich hatte nicht mit den "Argus-Augen" von SUSANNE gerechnet, ein Blick, und sie entdeckte meine Ohren, die aus dem Karton herausschauten.

Nachdem die Pflegerin ihr erzählte, dass ich unvermittelbar sei - vor Angst nur zittern - und mich ständig verstecken würde, schlich SUSANNE sich heran und schaute in den Karton. Mein jämmerlicher Ausdruck muss ihr einen tiefen Schock versetzt haben, denn sie verließ weinend das Tierheim.

SUSANNE und HORST haben den Rest des Tages damit verbracht, dem bisherigen "Katzen-Alleinherrscher" MAUZI beizubringen, dass er jetzt einen Bruder bekommt.

Um es kurz zu machen, am nächsten Tag zog ich nach Löhne um, SABINE KOHRT brachte mich zu meinen neuen ELTERN. Ich wurde "Kater Nr. 2" und bekam ein eigenes Zimmer und meinen Pappkarton durfte ich auch nicht behalten, also kundschaftete ich sofort erst einmal alle Ecken aus, wo ich mich jetzt verstecken konnte. SUSANNE und HORST waren erstaunt, dass es so viel davon gibt.

Wenn die beiden nicht zur Arbeit waren, besuchten sie mich in meinem Zimmer, SUSANNE strickte oder erzählte mir den neuesten "Klatsch". Ich tat natürlich so, als ob mich das nur am Rande interessiert, aber nach Wochen ließ ich mich ab und zu mal sehen. Nichte LARA, damals ein "winziges Etwas", kam mich auch besuchen. Sie freute sich tierisch, als sie mich sah.

Dann wurde mir MAUZI vorgestellt - ich liebte ihn vom ersten Augenblick an. Er reagierte ziemlich unwirsch, war er doch jahrelang "Kater Nr. 1" im Haus. SUSANNE wurde nicht müde, ihm zu erzählen, dass er ihr größter Schatz sei - aber man wolle mich auch mit in die Familie aufnehmen.

Die ersten Wochen haben wir uns ganz schön gefetzt, aber es hat nichts genutzt, irgendwann nach Monaten musste MAUZI einsehen - ich bleibe.

Gott sei Dank haben SUSANNE und HORST nicht die Nerven verloren, es soll ELTERN geben, die nach zwei Tagen aufgeben, das hätte jedoch für mich nichts Gutes bedeutet.

Im Jahr 2001 wurde ich schwerkrank, der Durchfall war Dauerzustand. Die Tierärztin stellte fest, dass ich an einer Futtermittelallergie leide und wahrscheinlich nicht mehr lange lebe, da der Darm vollkommen geschädigt sei.

Aber SUSANNE hat ihr klargemacht, dass sie und HORST alles tun werden, um mich zu retten, vorübergehend bekam ich CORTISON-Tabletten und SUSANNE kochte jetzt immer für mich.

Sie passte auf jeden Schritt auf, den ich tat, sie verfolgte mich sogar, wenn ich zum Klo ging. Das war mir vielleicht peinlich - eine Frau dabei - wenn ich mein Geschäft machte. Stellt Euch vor, sie hat sogar aufgeschrieben, was ich zu Essen bekam - und wie das Ergebnis im Katzenklo aussah.

Ich fand das anfangs ziemlich lächerlich, aber ich glaube, man hat mir so das Leben gerettet.

Jetzt steht fest, was ich nicht essen darf - und seither habe ich auch keinen Durchfall mehr. Kommt es doch mal vor, wird SUSANNE ziemlich nervös - aber ich gestehe dann, dass es vermutlich wieder einmal die Sahne war, die ich so gern nasche.

Ich lebe nun seit einigen Jahren hier und fühle mich "Katzenwohl". MAUZI ist die "Liebe meines Lebens", ich begleite ihn in den Garten, liege neben ihm auf dem Sofa und mache ein fürchterliches Geschrei, wenn er ohne mich loszieht.

Nach MAUZI kommt gleich das Kuscheln auf dem Sofa - am 30. August 2002 bin ich das erste Mal bei SUSANNE auf den Schoß gewesen. Ich weiß das Datum so genau, weil SUSANNE es im Katzen-Kalender aufgeschrieben hat und weil ihr dabei die Tränen kamen (sie sagte: "Nach mehr als vier Jahren!").

Ich merke jeden Tag, dass SUSANNE und HORST mich sehr lieben, wenn sie morgens aufstehen, tönt es durch Haus:

"Da ist ja der BENNY, unser Hase!"

Gut, dass das niemand hört - ich gebe aber zu, für mich ist das der schönste Morgengruß der Welt.

Den Sommer 2003 habe ich jeden Tag mit MAUZI im Garten verbracht - es war herrlich. Bis zu dem Tag, als MAUZI schwer krank wurde und uns dann ganz plötzlich für immer verlassen musste. SUSANNE und HORST haben versucht, es mir zu erklären. Ich durfte mich auch von MAUZI verabschieden, bevor er in den Garten umzog.  Die ersten Tage habe ich mich vor Kummer kaum sehen lassen, aber SUSANNE hat mir versprochen, dass SIMBA von jetzt an mit mir in den Garten darf. Sie hat Ihr Versprechen gehalten und ab und zu besuchen wir alle gemeinsam unseren MAUZI im Garten. Wir weilen dann alle gemeinsam um ihn, er fehlt uns doch sehr und für mich war er der beste Freund meines Lebens.

Am 19. Dezember 2005 ging es dann gar nicht mehr, und jetzt wohne ich in meinem geliebten Garten. SUSANNE und HORST haben ihr Versprechen eingehalten und jetzt darf ich mich neben dem besten Freund meines Lebens, neben MAUZI, von meiner schweren Krankheit ausruhen.

   Das war's, tschüß !!!

Euer BENNY

Weiterhin viel Spaß auf unseren Webseiten - 02.07.2007 - © rooster

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